Aktuelles
Investment auf dem Dach: Warum Ihre Photovoltaikanlage mehr als nur Basisschutz braucht
Die Sonne schickt keine Rechnung – aber ein schwerer Hagelsturm oder ein technischer Defekt leider schon. Immer mehr Hausbesitzer hier in Hamburg und Umgebung setzen auf Photovoltaik (PV), um sich unabhängig von steigenden Energiepreisen zu machen. Doch während die Anlage fleißig Strom produziert, wird ein Punkt oft übersehen: Der richtige Versicherungsschutz.
Wir bei Oeconomia erleben immer wieder, dass Anlagenbesitzer glauben, mit ihrer normalen Gebäudeversicherung sei alles erledigt. Das kann ein teurer Irrtum sein.
Wohngebäudeversicherung: Oft nur die halbe Miete
Es stimmt: Kleinere PV-Anlagen können über die Wohngebäudeversicherung mitversichert werden. Aber hier steckt der Teufel im Detail.
-
Meldepflicht: Sie müssen die Anlage unbedingt nachmelden. Da sich der Wert Ihres Hauses erhöht, muss die Versicherungssumme angepasst werden, um eine Unterversicherung zu vermeiden.
-
Gefahrenlücke: Die Gebäudeversicherung deckt meist nur „Klassiker“ wie Feuer, Sturm oder Hagel ab. Was ist aber mit einem Kurzschluss im Wechselrichter? Was, wenn ein Marder die Verkabelung zerbeißt oder Diebe die Module vom Dach montieren? Hier bietet der Basisschutz oft keine Deckung.
Die PV-Versicherung: Der „Rundum-Sorglos-Schutz“
Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für eine spezielle Photovoltaikversicherung. Als unabhängige Makler empfehlen wir diese Lösung besonders bei größeren Investitionen, da sie deutlich tiefer greift.
Was eine gute PV-Police zusätzlich abdeckt:
-
Überspannung & Blitzschlag: Gerade für die empfindliche Elektronik des Wechselrichters essenziell.
-
Vandalismus & Diebstahl: Leider kein seltenes Phänomen mehr.
-
Bedienungsfehler oder Konstruktionsmängel: Wenn bei der Montage etwas schiefging, das erst später zu Schäden führt.
-
Ertragsausfall: Wenn die Anlage nach einem Schaden wochenlang keinen Strom liefert, ersetzt die Versicherung Ihnen die entgangene Einspeisevergütung oder die Mehrkosten für den Stromeinkauf.
Ein Praxisbeispiel aus dem Mellenbergweg
Ein Kunde von uns installierte eine hochwertige Anlage für über 20.000 Euro. Ein Jahr später verursachte ein Marder im Dachbereich einen massiven Kurzschluss an der Verkabelung. Die Reparatur und der Austausch betroffener Komponenten kosteten fast 3.000 Euro.
Die Wohngebäudeversicherung hätte hier abgewinkt, da Marderbiss an Technik kein Standardbestandteil ist. Dank seiner speziellen PV-Versicherung, die wir ihm beim Einbau empfohlen hatten, wurde der Schaden inklusive der nötigen Gerüstkosten komplett übernommen.
Die Betreiberhaftpflicht: Ein Muss für jeden Besitzer
Wussten Sie, dass Sie als Betreiber einer Solaranlage haften, wenn diese Dritten einen Schaden zufügt? Wenn sich bei einem Hamburger Herbststurm ein Modul löst und auf das Auto des Nachbarn oder – noch schlimmer – einen Passanten stürzt, sind Sie in der Pflicht.
Wir prüfen für Sie, ob dieser „Betreiberhaftpflicht“-Baustein bereits in Ihrer Privathaftpflicht enthalten ist oder ob wir ihn separat absichern müssen.
Unser Fazit: Erst prüfen, dann einspeisen
Lassen Sie Ihre Solaranlage nicht ungeschützt im Regen (oder Hagel) stehen. Wir bei Oeconomia vergleichen für Sie, ob die Integration in Ihre bestehende Gebäudeversicherung ausreicht oder ob eine eigenständige PV-Versicherung die wirtschaftlich klügere Wahl ist. So bleibt die Sonne für Sie eine reine Freude.

