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Jobstart in Hamburg: Warum die bAV dein bester „Mitarbeiter“ beim Sparen ist

Der erste „echte“ Job, das erste gute Gehalt – da denkt man in Hamburg eher an die erste eigene Wohnung oder den nächsten Urlaub als an die Rente in 40 Jahren. Das ist absolut verständlich! Doch wir bei Oeconomia wissen: Wer beim Karrierestart die betriebliche Altersvorsorge (bAV) links liegen lässt, verschenkt bares Geld, das er nie wieder aufholen kann.

Dank staatlicher Förderung und Arbeitgeberzuschüssen gibt es kaum einen effizienteren Weg, ein Vermögen aufzubauen.

Das Prinzip: Weniger Brutto, fast gleiches Netto

Die bAV nutzt das Prinzip der Entgeltumwandlung. Das klingt kompliziert, ist aber genial: Ein Teil deines Gehalts wandert direkt in deine Vorsorge, noch bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden.

Der Effekt: Wenn du zum Beispiel 100 Euro in deine bAV investierst, merkst du auf deinem Konto oft nur einen Verzicht von etwa 50 Euro. Die andere Hälfte „schenkt“ dir der Staat durch gesparte Abgaben.

Der „Turbo“: Der Arbeitgeberzuschuss

Früher war der Zuschuss des Chefs freiwillig, heute ist er Pflicht! Wenn du einen Teil deines Gehalts umwandelst, muss dein Arbeitgeber in der Regel mindestens 15 % obendrauf legen. In vielen Branchen, die hier in Hamburg stark vertreten sind, ist das sogar noch lukrativer:

  • Chemie-Industrie: Hier winken oft jährliche Zuschüsse von über 600 Euro plus Extra-Boni auf jeden selbst eingezahlten Euro.
  • Metall- & Elektroindustrie: Hier gibt es feste „altersvorsorgewirksame Leistungen“ (AVWL), die direkt in deine Vorsorge fließen.

Ein Beispiel aus unserer Beratung im Mellenbergweg

Kürzlich hatten wir eine junge Ingenieurin bei uns, die ihren ersten Job in einem Hamburger Industrieunternehmen antrat. Ihr Chef bot ihr ein Modell an, bei dem er ihre Einzahlung sogar verdoppelte.

Das Ergebnis: Sie investierte 80 Euro Netto-Verzicht, aber in ihrem Vertrag landeten monatlich über 200 Euro. Eine solche Rendite findet man bei keiner Bank. Wir haben ihr geholfen, das Angebot des Arbeitgebers mit dem freien Markt zu vergleichen, um sicherzustellen, dass auch die Kosten der Versicherung stimmen.

Was passiert, wenn du den Job wechselst?

Viele Berufseinsteiger haben Angst, sich zu binden. In der heutigen Arbeitswelt ist es völlig normal, alle paar Jahre den Arbeitgeber zu wechseln. Die gute Nachricht: Deine bAV zieht mit! Das angesparte Kapital aus deiner Entgeltumwandlung gehört ab dem ersten Tag dir (sofort unverfallbar). Du kannst das Guthaben meist zum neuen Chef mitnehmen oder den Vertrag privat weiterführen.

Worauf du achten solltest

Als unabhängige Makler schauen wir uns das Angebot deines Arbeitgebers genau an. Nicht jede bAV ist automatisch perfekt. Wir prüfen für dich:

  1. Die Kosten: Wie viel von deinem Geld landet wirklich im Spartopf?
  2. Die Anlageform: Gerade bei jungen Leuten macht es Sinn, auf eine fondsgebundene Lösung zu setzen, um langfristig von den Aktienmärkten zu profitieren.
  3. Die Flexibilität: Kannst du die Beiträge bei einer Elternzeit oder Sabbatical pausieren?

Unser Fazit: Den „Zinseszins-Effekt“ nutzen

Je früher du startest, desto weniger musst du monatlich aufwenden, um später eine stattliche Zusatzrente zu erhalten. Die bAV ist kein „Rentner-Thema“, sondern ein cleveres Investment in dein zukünftiges Ich.