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Bergungs- und Abschleppkosten: Was kostet es, wenn Ihr LKW im Graben landet?

Ein normaler Abschleppwagen zieht einen PKW aus dem Graben. Einfach, günstig, erledigt. Aber was, wenn es sich um einen vollbeladenen 40-Tonner handelt, der auf einer Bundesstraße quer liegt? Dann sprechen wir nicht mehr von ein paar Hundert Euro – dann reden wir über Bergungskosten im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Und die Frage lautet: Was bezahlt Ihre Versicherung davon?

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Warum ist das Thema Bergungskosten bei LKW so relevant?

Bergung und Abschleppen sind zwei verschiedene Vorgänge – und beide können teuer werden. Die Bergung umfasst alle Maßnahmen, um ein Fahrzeug aus einer schwierigen Lage zu befreien: aus dem Graben, aus einem Wassergraben, von einer Böschung, aus einem Unfallchaos auf der Autobahn. Dabei können spezielles Bergungsgerät, Autokräne und Spezialtransporter notwendig sein. Bei schweren Nutzfahrzeugen summieren sich Stunden, Spezialtechnik und Sperrungskosten der Straße schnell zu erheblichen Beträgen.

Was enthält die Standard-Kaskoversicherung bei Bergungskosten?

Viele Standard-Kfz-Tarife sehen eine Kostenübernahme für Bergungs- und Abschleppkosten vor – aber häufig nur bis zu einer definierten Deckungssumme. Günstige Tarife für PKW liegen bei 500 bis 2.000 Euro. Für LKW und Nutzfahrzeuge sollten es laut Expertenempfehlung mindestens 5.000 Euro sein – in manchen Tarifen sind auch 10.000 Euro oder mehr möglich. Wie andere Deckungssummen im Fuhrpark oft zu niedrig angesetzt sind, zeigt auch das Thema Umweltschadensversicherung für Gewerbefahrzeuge — dort können die Behördenansprüche sogar noch höher ausfallen.

Aufgepasst: Manche Policen unterscheiden zwischen „Abschleppkosten“ (Transport zur nächsten Werkstatt nach einer Panne) und „Bergungskosten“ (Befreiung aus einer schwierigen Lage). Beide sollten in ausreichender Höhe versichert sein.

Praxisbeispiel: LKW im Graben – Bergungskosten 28.000 Euro

Ein Sattelzug verliert auf einer Bundesstraße in Norddeutschland bei Glatteis die Kontrolle und landet im Straßengraben. Der Kran, der ihn wieder auf die Straße hebt, muss 80 Kilometer weit anreisen. Hinzu kommen Straßensperrungskosten, Reinigung der Fahrbahn und der Transport des teilweise beschädigten Aufliegers. Gesamtkosten der Bergung: 28.000 Euro. Die Kasko des Transportunternehmens sah Bergungskosten bis maximal 5.000 Euro vor. Differenz: 23.000 Euro.

Bergung beförderte Sachen: Der oft vergessene Aspekt

Neben dem Fahrzeug selbst können auch die beförderten Güter Bergungskosten verursachen – insbesondere bei Gefahrgut, das gesichert oder entsorgt werden muss. Wer Gefahrgüter transportiert, sollte diesen Aspekt explizit in seiner Transportversicherung oder Kasko-Erweiterung abbilden. Eine enge Abstimmung zwischen Kfz-Kasko und Transportversicherung ist hier entscheidend. Wer Nutzfahrzeuge intensiv betreibt, sollte außerdem prüfen, ob seine Police den BBB-Baustein enthält — Betriebs- und Bruchschäden können einen Bergungseinsatz erst auslösen.

Fazit: Die richtige Deckungssumme ist keine Luxusfrage

Bei gewerblich genutzten Nutzfahrzeugen gilt: Die Bergungskosten skalieren mit Gewicht, Ladung und Zugangsschwierigkeit. Was beim PKW Peanuts ist, kann beim LKW ein existenzielles Risiko darstellen. Wer Deckungssummen unter 5.000 Euro akzeptiert, akzeptiert damit auch, im Ernstfall selbst für den Differenzbetrag aufzukommen.

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