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Die 20%-Regel für Solarmodule: Was bedeutet das konkret?

Sie haben von der „20-Prozent-Regel“ bei Solarmodulen gehört und fragen sich, was genau damit gemeint ist? Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet – und je nachdem, wo Sie ihn lesen, kann er Unterschiedliches bedeuten. Wir klären auf.

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Bedeutung 1: Leistungsabfall und Garantie

In der Solartechnik ist die 20-Prozent-Regel oft im Zusammenhang mit Leistungsgarantien zu hören. Viele Hersteller garantieren, dass ihre Module nach 25 Jahren noch mindestens 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung erbringen – das bedeutet im Umkehrschluss: Bis zu 20 Prozent Leistungsverlust sind innerhalb der Garantiezeit als normal akzeptiert.

Für Sie als Anlagenbetreiber bedeutet das: Wenn Ihre Module nach 10 Jahren bereits mehr als 20 Prozent Leistung eingebüßt haben, haben Sie in der Regel Ansprüche gegenüber dem Hersteller. Überprüfbar ist das durch ein Gutachten oder Ertragsmessungen. Wie viel Ertrag Ihre Anlage überhaupt realistisch produzieren sollte, lesen Sie hier: Wie viel Eigenverbrauch ist bei Photovoltaik realistisch?

Bedeutung 2: Minderertragsdeckung in der Versicherung

Die 20-Prozent-Grenze taucht auch im Versicherungskontext auf: Manche Photovoltaikversicherungen greifen erst dann, wenn der Minderertrag einer Anlage eine bestimmte Schwelle überschreitet – oft 10 oder 20 Prozent des erwarteten Ertrags.

Moderne Versicherungslösungen setzen den Selbstbehalt bei der Minderertragsdeckung auf 10 Prozent – das heißt, die Versicherung übernimmt 90 Prozent der Differenz zwischen Prognose und tatsächlichem Ertrag.

Was ist die Ertragsprognose und warum ist sie wichtig?

Wer eine PV-Anlage betreibt und Strom ins Netz einspeist, muss dem Netzbetreiber eine Ertragsprognose übermitteln. Liegt der tatsächliche Jahresertrag darunter, entstehen Nachzahlungspflichten – je nach Differenz kann das mehrere hundert Euro ausmachen.

Eine gute Photovoltaikversicherung mit Minderertragsdeckung übernimmt genau diese Differenz – zum Beispiel wenn ein trüber Sommer oder technische Probleme zu weniger Sonnenstrom geführt haben. Mehr zur 70%-Regelung und deren Einfluss auf den Ertrag: Die 70%-Regelung bei Photovoltaik

Was sollte Ihre PV-Versicherung in diesem Punkt leisten?

Achten Sie auf explizite Minderertragsdeckung in den Versicherungsbedingungen, einen möglichst niedrigen Selbstbehalt bei der Minderertragsdeckung und die Übernahme von Ertragsausfall (nicht nur Minderertrag) für den Fall eines technischen Schadens.

Den vollständigen Überblick: Welche Versicherung braucht man für eine PV-Anlage? Und ob eine Versicherung wirklich lohnt: Ist es sinnvoll, eine Photovoltaikanlage zu versichern?

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