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Photovoltaikanlage: Welche Versicherung brauchen Sie wirklich?

Sie haben in Ihre Solaranlage investiert – und fragen sich jetzt, ob sie auch wirklich geschützt ist. Eine berechtigte Frage. Denn eine PV-Anlage ist keine Kleinigkeit: Je nach Größe stecken zwischen 8.000 und 25.000 Euro auf Ihrem Dach. Und die meisten Hausbesitzer wissen nicht, dass der Schutz, den sie sich vorstellen, so häufig nicht existiert.

In unserer Beratungspraxis erleben wir es regelmäßig: Der Sturm hat die Anlage beschädigt, der Versicherer lehnt ab – weil die PV-Anlage schlicht nicht eingeschlossen war. Damit Ihnen das nicht passiert, erklären wir hier, welche Versicherungen für Ihre Photovoltaikanlage relevant sind, wo Lücken entstehen und wie Sie richtig absichern.

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Drei Risikobereiche – drei Versicherungslösungen

Eine Photovoltaikanlage bringt drei unterschiedliche Risikobereiche mit sich: Haftung gegenüber Dritten, Sachschäden an der Anlage selbst und Ertragsausfall bei Betriebsunterbrechung. Jeder dieser Bereiche lässt sich anders versichern – und keiner ist automatisch abgedeckt.

1. Haftpflicht: Wer haftet, wenn ein Modul vom Dach fällt?

Stellen Sie sich vor, ein Sturm löst ein Modul – es fällt auf ein parkendes Auto oder trifft eine Person. Als Eigentümer haften Sie nach §836 und §837 BGB für Schäden, die von Ihrer Anlage ausgehen. Das gilt auch für fehlerhafte Netzeinspeisung, die dem Energieversorger schaden kann.

Die gute Nachricht: Viele private Haftpflichtversicherungen schließen das Betreiberrisiko einer Dach-PV-Anlage ein – aber nicht alle. Es kommt auf den Tarif an. Prüfen Sie Ihren Vertrag auf den Begriff „Photovoltaikanlage“ oder „Netzeinspeisung“. Falls dieser fehlt, ist ein Tarifwechsel oder ein Zusatzbaustein nötig.

2. Sachschaden: Was passiert, wenn die Anlage beschädigt wird?

Hagel, Blitzschlag, Tierbiss, Kurzschluss – die Schadenursachen sind vielfältig. Für Sachschäden an der Anlage selbst gibt es zwei Wege:

Über die Wohngebäudeversicherung: Viele Tarife erlauben es, die PV-Anlage als Zusatzbaustein einzuschließen. Der Schutz entspricht dann dem der Wohngebäudepolice – also klassischen Gefahren wie Feuer, Sturm, Hagel. Günstig, aber in der Regel weniger umfassend.

Über eine separate Photovoltaikversicherung: Diese deckt deutlich mehr ab – unter anderem auch Bedienungsfehler, Konstruktionsmängel, Überspannung, Tierbisse und in guten Tarifen sogar den Ertragsausfall. Dafür ist sie eigenständig und kann unabhängig von der Gebäudepolice angepasst werden.

Welche Lösung für Sie besser passt, hängt von Ihrer bestehenden Gebäudeversicherung ab. Lesen Sie dazu: Ist eine Photovoltaikanlage in der Gebäudeversicherung mitversichert?

3. Ertragsausfall: Was, wenn die Anlage tagelang steht?

Fällt die Anlage durch einen Schaden aus, verlieren Sie nicht nur die Einspeisevergütung – Sie müssen auch teuren Netzstrom kaufen. Gute Photovoltaikversicherungen enthalten eine Ertragsausfalldeckung, die diese Kosten für bis zu 12 Monate übernimmt.

Balkonkraftwerk: Brauche ich dafür auch eine Versicherung?

Plug-in-Solaranlagen (Balkonkraftwerke) sind eine eigene Kategorie. Sie sind günstiger, aber auch nicht automatisch versichert. In manchen Fällen greift die Hausratversicherung – in anderen gar nichts. Mehr dazu: Photovoltaikversicherung für Balkonanlagen

Checkliste: Das sollten Sie jetzt prüfen

Prüfen Sie Ihre private Haftpflichtversicherung auf PV-Einschluss. Klären Sie, ob Ihre Wohngebäudeversicherung die Anlage abdeckt. Wenn nicht: separaten Schutz beantragen. Kalkulieren Sie, ob eine eigenständige Photovoltaikversicherung mit Ertragsausfall für Sie sinnvoll ist.

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