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Wie viel Eigenverbrauch ist bei Photovoltaik realistisch?

Sie haben eine Solaranlage oder planen eine – und fragen sich: Wie viel von dem Strom, den ich produziere, kann ich eigentlich wirklich selbst nutzen? Das ist eine der meistgestellten Fragen beim Thema Photovoltaik. Und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an.

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Was ist Eigenverbrauch – und was ist die Eigenverbrauchsquote?

Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, den Sie direkt im Haushalt verbrauchen, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen.

Eigenverbrauchsquote = der Anteil Ihres Solarstroms, der selbst genutzt wird, bezogen auf die Gesamtproduktion der Anlage.

Umgekehrt gibt es den Begriff Autarkiegrad: Das ist der Anteil Ihres Gesamtstromverbrauchs, der durch die eigene Anlage gedeckt wird.

Realistische Werte ohne Batteriespeicher

Eine typische Hausdachanlage ohne Speicher erreicht eine Eigenverbrauchsquote von etwa 25 bis 35 Prozent. Das liegt daran, dass die Anlage mittags am meisten Strom produziert – genau dann, wenn die meisten Menschen arbeiten und zu Hause kaum Verbrauch stattfindet.

Wer tagsüber hauptsächlich zu Hause ist – zum Beispiel Selbstständige, Rentner oder Familien mit Kleinkindern – kann die Quote auf bis zu 40 bis 50 Prozent steigern, allein durch angepasstes Verbrauchsverhalten (Waschmaschine, Geschirrspüler etc. mittags laufen lassen).

Mit Batteriespeicher: deutlich mehr Eigenverbrauch möglich

Ein Batteriespeicher verändert die Rechnung fundamental. Überschüssiger Mittagsstrom wird zwischengespeichert und abends genutzt. Realistische Eigenverbrauchsquoten mit Speicher liegen je nach Größe bei 60 bis 80 Prozent.

Allerdings: Ein Speicher kostet extra – derzeit typischerweise zwischen 5.000 und 12.000 Euro – und braucht eigenen Versicherungsschutz. Moderne Photovoltaikversicherungen schließen Energiespeicher in der Regel im Rahmen der Versicherungssumme mit ein. Was das konkret bedeutet: Ist es sinnvoll, eine Photovoltaikanlage zu versichern?

Was hat Eigenverbrauch mit der Versicherung zu tun?

Eine ganze Menge, wenn man es richtig betrachtet: Wer einen hohen Eigenverbrauch anstrebt, investiert in Speicher und optimierte Technik – also in noch mehr Anlagenwert, der versichert werden sollte. Und wer eine Minderertragsdeckung in seiner Photovoltaikversicherung hat, ist auch dann geschützt, wenn die Anlage weniger produziert als geplant – sei es durch Wetter oder technischen Defekt. Mehr dazu: Was bedeutet die 20%-Regel für Solarmodule?

Zusammenfassung: Realistische Eigenverbrauchsquoten

Ohne Speicher, typischer Haushalt: 25 bis 35 Prozent. Ohne Speicher, tagsüber zu Hause: bis zu 50 Prozent. Mit Batteriespeicher: 60 bis 80 Prozent. Mit Wärmepumpe oder E-Auto zusätzlich: Autarkiegrad bis 90 Prozent möglich, aber nur in Kombination mit ausreichend dimensionierter Anlage.

Den kompletten Versicherungsüberblick: Welche Versicherung braucht man für eine PV-Anlage?

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