Transportversicherung

Transportversicherung: Wenn die Haftung des Frachtführers nicht reicht

Viele Unternehmen verlassen sich auf einen einfachen Gedanken: Wenn beim Transport etwas passiert, zahlt der Frachtführer. Das stimmt nur in engen Grenzen. Die Transportversicherung sichert den tatsächlichen Warenwert auf dem gesamten Transportweg ab, auch wenn der Frachtführer nicht oder nur begrenzt haftet.

  • Versicherungsmakler in Hamburg seit 1976
  • An keine Gesellschaft gebunden
  • Kostenlos und ohne Verpflichtung
Drei Punkte vor jedem TransportUnsere Prüflogik
  1. 1
    Wer haftet wofür?Die Haftung des Frachtführers ist gesetzlich begrenzt.
  2. 2
    Was wird transportiert?Warenwert, Verpackung und Transportweg bestimmen die passende Lösung.
  3. 3
    Wie oft wird transportiert?Einzelne Sendungen oder laufender Warenverkehr verlangen unterschiedliche Policen.
Ware sicher am Ziel

Haftungsgrenze

Warum die Haftung des Frachtführers oft nicht reicht

Nach dem deutschen Handelsgesetzbuch und internationalen Regelwerken wie der CMR haftet ein Frachtführer höchstens mit 8,33 Sonderziehungsrechten je Kilogramm Transportgewicht. Der Wert eines Sonderziehungsrechts schwankt täglich und liegt grob bei etwa 1,20 Euro. Ein Beispiel aus unserer Beratungspraxis macht die Folgen sichtbar: Ein mittelständischer Maschinenbaubetrieb transportiert ein Steuerungsgerät im Wert von 95.000 Euro bei einem Gewicht von 480 Kilogramm. Der Lkw verunglückt, das Gerät ist ein Totalschaden. Die Entschädigung nach der Haftungsgrenze liegt bei knapp 4.800 Euro, der Rest bleibt beim Unternehmer.

Leistung

Was die Transportversicherung absichert

Die Transportversicherung ersetzt den tatsächlichen Warenwert, egal ob der Frachtführer haftet, ob ein Dritter schuld ist oder ob es schlicht ein Unglücksfall war.

Unfälle und Naturereignisse

Verkehrsunfälle auf Straße, Schiene, See oder in der Luft sowie Brand, Explosion, Blitzschlag, Sturm und Überflutung.

Diebstahl und Raub

Auch während des Transports oder auf Rastplätzen.

Be- und Entladen

Schäden beim Verladen oder während einer genehmigten Zwischenlagerung.

Zusatzkosten

In vielen Fällen Bergungs- und Entsorgungskosten oder Eiltransporte nach einem Schaden, je nach Tarif.

Arten

Welche Lösung zu welchem Transport passt

Je nachdem, wer transportiert und was transportiert wird, kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Wer Waren einkauft oder verkauft und dafür Dritte als Frachtführer nutzt, braucht eine Warentransportversicherung. Wer mit eigenen Firmenfahrzeugen fährt, benötigt eine Absicherung für den eigenen Fuhrpark und die eigene Ladung. Gewerbliche Spediteure und Frachtführer sichern ihre gesetzliche Haftung über die Verkehrshaftungsversicherung ab. Wer selten transportiert, kann einzelne Transporte absichern, bei regelmäßigem Warenverkehr ist eine Jahrespolice meist sinnvoller.

Das sollte die Police regeln

  • Warenwert und Transportweg vollständig erfasst
  • Be- und Entladen sowie Zwischenlagerung eingeschlossen
  • Klare Regeln zu Verpackung und Ladungssicherung
  • Passende Laufzeit, einzeln oder als Jahrespolice

Typische Lücken

  • Vorsätzliche Schäden, normale Abnutzung und mangelhafte Verpackung sind meist ausgeschlossen
  • Kriegs- und Terrorrisiken lassen sich oft nur gegen Aufpreis einschließen
  • Wertvolle oder empfindliche Güter brauchen ergänzende Deckungen
  • Der Frachtführer haftet nur bis zur gesetzlichen Grenze

Abgrenzung

Wie sie zu Ihren Fahrzeugen und zum Inventar passt

Wer eigene Fahrzeuge einsetzt, sollte die Lkw-Versicherung und die Absicherung der Ladung gemeinsam betrachten. Ware im Lager gehört dagegen in die Inventarversicherung. Wie sich der Schutz beim Ladungsdiebstahl zusammensetzt, zeigt auch unser Beitrag zum Thema Lkw.

Vorgehen

In fünf Schritten zum passenden Schutz

  1. Transporte erfassenWas wird wie oft und auf welchem Weg transportiert?
  2. Werte ansetzenWarenwert statt Frachtkosten betrachten.
  3. Haftung prüfenWie weit reicht die Haftung des Frachtführers?
  4. Police wählenEinzel- oder Jahrespolice, Werkverkehr oder Fremdtransport.
  5. Verpackung beachtenLadungssicherung und Verpackung dokumentieren.

Häufige Fragen

Fragen zur Transportversicherung

Haftet nicht der Spediteur für Transportschäden?

Nur begrenzt. Die gesetzliche Haftung ist nach Gewicht beschränkt und deckt den tatsächlichen Warenwert oft nicht.

Für wen lohnt sich eine Transportversicherung?

Für Unternehmen, die Waren verschicken oder empfangen, deren Wert die Haftungsgrenze des Frachtführers übersteigt.

Was ist der Unterschied zur Verkehrshaftungsversicherung?

Die Verkehrshaftungsversicherung ist für Spediteure und Frachtführer gedacht und deckt deren gesetzliche Haftung. Die Transportversicherung sichert den Warenwert.

Einzelpolice oder Jahrespolice?

Wer selten transportiert, kann einzelne Transporte absichern. Bei regelmäßigen Sendungen ist eine Jahrespolice meist praktischer.

Was ist nicht versichert?

Vorsätzliche Schäden, normale Abnutzung und Schäden durch mangelhafte Verpackung sind in der Regel ausgeschlossen.

Sind Kriegsrisiken eingeschlossen?

Standardmäßig meist nicht, oft aber gegen Aufpreis.

Prüfen wir gemeinsam, wie Ihre Waren auf dem Transportweg abgesichert sind

Wir gleichen Warenwert, Transportwege und Haftungsgrenzen mit Ihrem Betrieb ab, kostenlos und ohne Verpflichtung. Wir sind an keine bestimmte Gesellschaft gebunden und arbeiten für Sie, nicht für einen Versicherer.

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