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Dein Club hat Räume – und damit Risiken, die die meisten übersehen

Du hast einen Raum gefunden. Oder bald. Ein Lager für die Ernte, ein Büro für die Vereinsverwaltung, vielleicht sogar ein richtiges Vereinsheim. Herzlichen Glückwunsch – das ist ein großer Schritt.

Aber jetzt kommt die Frage, die fast jeder CSC-Vorstand zu spät stellt: Was passiert, wenn in diesem Raum etwas schiefläuft?

Ein Wasserschaden. Ein Kurzschluss in der Belüftungsanlage. Ein Mitglied beschädigt aus Versehen die Eingangstür – die dem Vermieter gehört. Plötzlich steht der Verein vor einem Schaden in vier- oder fünfstelliger Höhe, und niemand hat vorher gefragt, wer dafür eigentlich aufkommt.

Wir klären das jetzt – bevor es passiert.

→ Du willst direkt wissen, ob dein Club ausreichend versichert ist? Hier kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.


Mieträume oder eigenes Gebäude – das ist kein akademischer Unterschied

Die meisten Cannabis Social Clubs starten mit gemieteten Räumen. Ein paar mieten später zu, andere erwerben eine eigene Immobilie. Beides ist möglich – aber versicherungstechnisch sind das zwei grundverschiedene Welten.

Und wer das nicht von Anfang an richtig aufstellt, riskiert im Schadenfall eine böse Überraschung: Der Schaden ist da, die Versicherung zahlt nicht – weil die Police nicht zu der tatsächlichen Nutzung gepasst hat.

Fangen wir mit dem häufigeren Fall an.


Du mietest Räume: Wer haftet, wenn etwas schiefläuft?

Stell dir folgendes Szenario vor: In eurem gemieteten Vereinsraum läuft eine Leitung durch die Wand. Irgendwann zieht Feuchtigkeit ein. Der Boden quillt auf. Kosten: 8.000 Euro.

Der Vermieter hat eine Gebäudeversicherung – die deckt den Schaden am Gebäude ab. Aber: Der Vermieter dreht sich zu dir um und sagt, dass eure technische Installation das Problem verursacht hat. Was jetzt?

Genau für solche Situationen gibt es die Vereinshaftpflichtversicherung mit Mietsachschadenklausel. Sie springt ein, wenn dein Verein fahrlässig Schäden an gemieteten Räumlichkeiten verursacht – also an Boden, Wänden, Türen, Fenstern, fest verbauten Anlagen.

Ohne diese Deckung haftet der Vorstand persönlich.

In unserer Beratungspraxis sehen wir immer wieder, dass CSCs mit einer Basis-Vereinshaftpflicht unterwegs sind – und Mietsachschäden im Kleingedruckten ausgeschlossen sind. Das ist eine tickende Zeitbombe.

Was du prüfen musst:

  • Ist Mietsachschaden explizit mitversichert?
  • Wie hoch ist die Deckungssumme? (Mindestens 1 Mio. € für Sachschäden empfohlen)
  • Sind Glasbruch und Schäden an verbauter Elektronik eingeschlossen oder extra?

Mehr zu den fünf wichtigsten Versicherungen für CSCs findest du hier: Die 5 wichtigsten Versicherungen für Cannabis Social Clubs


Du mietest mehrere Räume oder nutzt Lagerflächen dazu

Ein Büro hier, ein Growraum dort, vielleicht noch ein Lager für Zubehör. Sobald der Verein wächst, wächst auch die Raumfläche. Und damit die Komplexität des Versicherungsschutzes.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Schadenort ist automatisch mitversichert. Wenn du einen zweiten Raum anmietest und das dem Versicherer nicht meldest, kann der Schutz für diesen Raum vollständig entfallen.

Dasselbe gilt, wenn Vereinsmitglieder im Raum Arbeiten durchführen – Umbaumaßnahmen, Elektroinstallationen, Bewässerungssysteme – ohne dass das im Versicherungsvertrag abgebildet ist.

Unsere Empfehlung: Lies deinen Mietvertrag genau durch, bevor du etwas an den Räumen veränderst. Und melde jeden neuen Standort, jede neue Nutzung deinem Versicherer – oder lass das von einem Makler erledigen, der das kennt.


Du habt eine eigene Immobilie: Hier gelten andere Spielregeln

Mancher Club ist gut aufgestellt und nutzt ein eigenes Gebäude – sei es ein Ladenlokal, ein umgebauter Gewerbebau oder ein Vereinsheim. Das bringt Unabhängigkeit, aber auch mehr Verantwortung.

Hier brauchst du nicht nur eine Haftpflicht, sondern aktiven Gebäudeschutz. Eine gewerbliche Gebäudeversicherung deckt Schäden durch:

  • Feuer und Blitzschlag
  • Leitungswasser (Rohrbruch, Frostschäden)
  • Sturm und Hagel
  • Auf Wunsch: Elementarschäden wie Hochwasser oder Starkregen

Wichtig: Standard-Wohngebäudeversicherungen passen hier nicht. Die sind auf Privatnutzung ausgelegt, nicht auf vereinsgenutzten Gewerbebetrieb mit technischen Anlagen.

Und wer im Gebäude spezielle Technik betreibt – Trocknungsanlagen, Klimaanlagen, Lüftungstechnik, Sicherheitssysteme – sollte zusätzlich über eine Elektronikversicherung nachdenken. Denn Überspannungsschäden oder Elektronikdefekte sind in vielen Gebäudepolicen explizit ausgeschlossen.


Warum viele Versicherer noch zögern – und was das für dich bedeutet

Wir sind bei Oeconomia seit über 48 Jahren im Maklergeschäft. Und wir sagen dir offen: Cannabis Social Clubs sind für viele Versicherer noch Neuland.

Das bedeutet nicht, dass du keinen Schutz bekommst. Es bedeutet, dass du nicht einfach eine Standard-Police aus dem Internet buchen solltest und hoffen, dass es passt.

Aufgrund unserer Erfahrung mit CSCs wissen wir: Es gibt Versicherer, die bereit sind, CSCs fair zu versichern – wenn die Risiken klar und transparent kommuniziert werden. Genau das machen wir für dich. Wir kennen die Anbieter, wir kennen die Formulierungen, und wir wissen, worauf es ankommt.

Das spart dir im Schadenfall sehr viel Geld – und Nerven.


Was eine vollständige Risikoanalyse für dein Vereinsgebäude beinhalten sollte

Bevor wir für einen CSC eine Police empfehlen, schauen wir uns immer das Gesamtbild an:

  • Eigentum oder Miete?
  • Wie viele Räume, an wie vielen Standorten?
  • Welche technischen Anlagen sind vorhanden?
  • Wie viele Mitglieder haben Zugangsberechtigung?
  • Gibt es bauliche Veränderungen oder Eigeninstallationen?
  • Wer ist verantwortlich für Wartung und Sicherheit?

Erst wenn das klar ist, lässt sich ein Versicherungsschutz aufsetzen, der wirklich trägt – und nicht nur auf dem Papier existiert.

Übrigens: Gerade wenn du als Vorstand persönlich für den Verein haftest, lohnt sich auch ein Blick auf eine D&O-Versicherung für CSC-Vorstände. Die schützt dich als Person, wenn du für Entscheidungen des Vorstands zur Verantwortung gezogen wirst.


Ein kurzes Szenario aus der Praxis

Ein CSC in einer deutschen Großstadt mietet ein ehemaliges Ladenlokal. Im ersten Sommer platzt im Keller eine Leitung – ein Wasserschaden, der die gesamte technische Ausstattung im Untergeschoss beschädigt. Schaden: rund 14.000 Euro.

Der Vermieter hatte eine Gebäudeversicherung. Die zahlte den Strukturschaden am Gebäude. Aber die Vereinsausstattung – Trockner, Technik, Regalanlagen – war damit nicht gedeckt. Die hatte kein Mensch versichert.

Das muss nicht so laufen. Mit einer Inventarversicherung wäre der Schaden am Vereinseigentum abgedeckt gewesen.


Fazit: Wer Räume hat, braucht mehr als nur eine Vereinshaftpflicht

Eine Vereinshaftpflicht ist der Ausgangspunkt – aber kein vollständiger Schutz. Je nachdem, ob du mietest oder besitzt, kommen Mietsachschadendeckung, Gebäudeschutz, Elektronikversicherung, Inventar und D&O dazu.

Das klingt nach viel. Ist es aber nicht, wenn man es einmal strukturiert aufgesetzt hat.

Lass uns gemeinsam durchgehen, was dein Club wirklich braucht – ohne Kauderwelsch, ohne Standardlösung von der Stange.

Oeconomia GmbH Versicherungsmakler Tel.: 040 – 603 1081 E-Mail: service@oeconomia.de → Jetzt kostenlosen Beratungstermin vereinbaren