Blog
Risikolebensversicherung beim Hauskauf: Warum die Bank fragt – und was wirklich dahintersteckt
Sie haben die Traumimmobilie gefunden. Die Finanzierung steht, der Notartermin ist vereinbart. Und dann kommt vom Bankberater die Frage: „Haben Sie eine Risikolebensversicherung?“ Oder schlimmer noch: „Wir empfehlen Ihnen dringend eine Restschuldversicherung über uns.“
In diesem Moment stehen viele Immobilienkäufer vor einer Entscheidung, die sie nicht vorbereitet getroffen haben. Und nicht selten unterschreiben sie aus dem Bauch heraus etwas, das deutlich teurer ist als nötig – oder passen die Versicherungssumme an eine runde Zahl an, ohne wirklich nachgerechnet zu haben.
Dabei ist die Logik hinter dem Todesfallschutz bei einer Baufinanzierung eine der klarsten, die es im Versicherungsbereich gibt. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt, worauf es bei der Absicherung wirklich ankommt – und warum Sie die Risikolebensversicherung lieber selbst wählen sollten als die, die die Bank anbietet.
Starten Sie mit dem Risikofragebogen – Ihre Grundlage für eine passgenaue Beratung: → Zum Risikofragebogen Risikolebensversicherung
Oder direkt ins Gespräch: → Jetzt kostenlosen Beratungstermin vereinbaren
Warum verlangen Banken eine Risikolebensversicherung?
Die Antwort ist einfach: Die Bank hat ein berechtigtes Interesse daran, dass das Darlehen auch dann zurückgezahlt werden kann, wenn der Hauptverdiener stirbt. Ein Kredit über 300.000 oder 400.000 Euro ist kein Kleinbetrag – und die Bank möchte sichergehen, dass sie im Ernstfall ihr Geld bekommt.
Für Sie als Immobilienkäufer ist das aber keine rein bankwirtschaftliche Frage, sondern eine zutiefst persönliche: Was passiert mit Ihrer Familie, wenn Sie morgen sterben? Kann Ihr Partner oder Ihre Partnerin die monatliche Kreditrate alleine stemmen? Muss das Haus verkauft werden – mitten in einer Trauerphase, unter Zeitdruck, möglicherweise unter Wert?
Eine Risikolebensversicherung, die auf die Darlehenssumme abgestimmt ist, verhindert genau dieses Szenario. Ihre Hinterbliebenen erhalten die Versicherungssumme – und können damit die Restschuld tilgen. Das Haus bleibt. Die Familie bleibt.
Restschuldversicherung der Bank oder eigene Risikolebensversicherung?
Das ist die wichtigste Weichenstellung beim Hauskauf. Banken bieten häufig eine sogenannte Restschuldversicherung an, die direkt an den Kreditvertrag gekoppelt ist. Das klingt praktisch. Ist es aber oft nicht.
Restschuldversicherungen sind im Vergleich zur eigenständigen Risikolebensversicherung in der Regel erheblich teurer, bieten schwächere Leistungen und haben häufig Ausschlussklauseln, die im Ernstfall zu bösen Überraschungen führen. Außerdem werden die Prämien oft in die Finanzierungssumme eingerechnet – was bedeutet, dass Sie auf den Versicherungsbeitrag auch noch Zinsen zahlen.
Wer eine eigenständige Risikolebensversicherung mit auf die Darlehenssumme abgestimmter Versicherungssumme abschließt, hat in aller Regel den besseren Schutz zu deutlich günstigeren Konditionen. Und einen entscheidenden Vorteil: Die Police gehört Ihnen – nicht der Bank. Sie können die Begünstigte Person frei bestimmen, die Versicherung bei Bedarf anpassen und sie unabhängig vom Kredit weiterführen.
Übrigens: Banken dürfen eine Risikolebensversicherung als Bedingung für einen Kredit voraussetzen. Aber sie dürfen nicht vorschreiben, bei welchem Anbieter Sie diese abschließen. Das Recht, den Anbieter frei zu wählen, liegt bei Ihnen.
Konstante oder fallende Versicherungssumme?
Bei der Risikolebensversicherung zur Baufinanzierung haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten:
Bei der konstanten Versicherungssumme bleibt der Todesfallschutz über die gesamte Laufzeit gleich hoch. Das bietet maximale Planungssicherheit und ist sinnvoll, wenn Sie nicht nur die Restschuld, sondern auch das laufende Einkommen Ihrer Familie absichern möchten.
Bei der fallenden Versicherungssumme sinkt der Schutz jährlich – parallel zur Tilgung des Darlehens. Das ist die logisch passende Lösung, wenn es primär darum geht, die jeweils aktuelle Restschuld abzusichern. Diese Variante ist in der Regel etwas günstiger.
Welche Variante sinnvoller ist, hängt von Ihrer konkreten Situation ab – Kredithöhe, Familienkonstellation, weiteres Einkommen im Haushalt. In der Beratung klären wir das individuell mit Ihnen.
Füllen Sie jetzt den Risikofragebogen aus – dann können wir Ihre Situation konkret einschätzen: → Zum Risikofragebogen Risikolebensversicherung
Wie hoch sollte die Versicherungssumme beim Hauskauf sein?
Mindestens so hoch wie die Darlehenssumme zum Zeitpunkt des Abschlusses – und etwas darüber hinaus. Denn wer einen Kredit vorzeitig tilgt, schuldet der Bank unter Umständen eine Vorfälligkeitsentschädigung. Diese kann je nach Zeitpunkt und Zinssatz einen erheblichen Betrag ausmachen. Ein kleiner Puffer von rund zehn Prozent über der eigentlichen Restschuld ist deshalb sinnvoll.
Außerdem sollten Sie überlegen: Soll die Versicherung nur die Schulden abdecken – oder soll sie Ihrer Familie darüber hinaus auch ein finanzielles Polster geben, um die ersten Jahre ohne Ihr Einkommen zu überbrücken? Letzteres spricht für eine höhere Versicherungssumme, die über die reine Kreditabsicherung hinausgeht.
Was ist mit Paaren, die gemeinsam kaufen?
Wenn zwei Personen gemeinsam eine Immobilie finanzieren, stellt sich die Frage der gegenseitigen Absicherung. Die häufigste Lösung: Jeder schließt eine eigene Risikolebensversicherung ab – mit dem Partner als Begünstigten.
Eine besonders clevere Konstruktion ist der sogenannte Über-Kreuz-Vertrag: Person A ist Versicherungsnehmer und versicherte Person in einer Police, Person B ist Begünstigte. Umgekehrt schließt Person B eine eigene Police ab, bei der Person A begünstigt ist. Das klingt komplex, hat aber einen erheblichen steuerlichen Vorteil: Die Versicherungsleistung fällt so nicht in den Nachlass und ist damit in der Regel erbschaftsteuerfrei. Bei hohen Versicherungssummen kann das einen erheblichen Unterschied machen.
Wie das im Einzelfall strukturiert werden sollte, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht – es hängt von Güterstand, Familiensituation und der Höhe der Versicherungssumme ab.
Vorerkrankungen und Hauskauf: Zeitdruck ist kein guter Ratgeber
Eine Situation, die wir in der Beratungspraxis immer wieder erleben: Der Notartermin steht in zwei Wochen, die Bank fragt nach der Risikolebensversicherung, und plötzlich soll alles ganz schnell gehen. Wer unter Zeitdruck unterschreibt, wählt oft nicht den besten Tarif – sondern den erstbesten.
Besonders heikel wird es, wenn Vorerkrankungen im Spiel sind. Wer gesundheitlich vorbelastet ist, muss damit rechnen, dass ein Standardantrag zu einem Zuschlag oder sogar zu einer Ablehnung führt. Das Problem: Eine Ablehnung wird gespeichert. Und bei der nächsten Anfrage weiß der Versicherer davon.
Genau deshalb empfehlen wir: Kümmern Sie sich um die Risikolebensversicherung vor der endgültigen Entscheidung für eine Immobilie – oder zumindest weit im Voraus. Wir können Ihre Situation anonym voranfragen, den richtigen Anbieter für Ihre Gesundheitshistorie identifizieren und sicherstellen, dass Sie nicht unter Zeitdruck in einen unpassenden Vertrag gedrängt werden.
Was sonst noch zur Baufinanzierungs-Absicherung gehört
Die Risikolebensversicherung sichert den Todesfall ab. Sie sichert aber nicht ab, wenn Sie zwar leben, aber durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten können. Wer seine Immobilie ernsthaft schützen möchte, denkt deshalb auch über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nach – denn Berufsunfähigkeit ist statistisch deutlich wahrscheinlicher als der eigene Tod während der Kreditlaufzeit. Beide Bausteine gehören bei einer Baufinanzierung zusammen.
Mehr zu allen Vorsorge- und Absicherungsprodukten finden Sie auf unserer Seite zu Privatversicherungen und Vorsorge.
So gehen Sie jetzt vor
Wenn Sie eine Immobilie kaufen oder bereits finanzieren und noch keinen Todesfallschutz haben, ist jetzt der richtige Moment. Der erste Schritt ist unser Risikofragebogen – er gibt uns alles, was wir brauchen, um Ihre Situation konkret einzuschätzen und den richtigen Anbieter für Sie zu finden.
Wir vergleichen für Sie den gesamten Markt, kennen die Besonderheiten der verschiedenen Anbieter bei Gesundheitsfragen und begleiten Sie durch den Antragsprozess – damit Sie am Ende nicht nur gut versichert sind, sondern auch wissen, warum.
Jetzt starten – Risikofragebogen ausfüllen und persönliche Beratung sichern: → Zum Risikofragebogen Risikolebensversicherung
→ Jetzt kostenlosen Beratungstermin vereinbaren
Oeconomia GmbH Versicherungsmakler Tel.: 040 – 603 1081 E-Mail: service@oeconomia.de → Risikofragebogen ausfüllen | → Beratungstermin vereinbaren

