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Risikolebensversicherung trotz Vorerkrankung: Was geht, was nicht – und warum die anonyme Voranfrage so wichtig ist

Sie möchten Ihre Familie absichern. Sie wissen, dass eine Risikolebensversicherung das richtige Instrument dafür ist. Aber dann ist da diese eine Sache in Ihrer Gesundheitsgeschichte – ein Bandscheibenvorfall vor ein paar Jahren, ein erhöhter Blutdruck, eine überstandene Krebserkrankung, eine Phase mit Depressionen.

Und Sie fragen sich: Bekomme ich überhaupt eine Risikolebensversicherung? Oder werde ich direkt abgelehnt?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber es ist weit häufiger möglich, als die meisten Menschen vermuten. Und wie Sie vorgehen, entscheidet darüber, ob Sie am Ende einen guten Vertrag bekommen – oder ob eine unklug gestellte Anfrage Ihre Chancen für lange Zeit verschlechtert.

Der erste Schritt ist immer der Risikofragebogen – damit wir Ihre Situation einschätzen können, bevor irgendjemand irgendetwas bei einem Versicherer einreicht: → Zum Risikofragebogen Risikolebensversicherung

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Der häufigste Irrtum: Vorerkrankung bedeutet automatisch Ablehnung

Das stimmt nicht. Die meisten Menschen mit einer gesundheitlichen Vorgeschichte können eine Risikolebensversicherung abschließen – manchmal zu normalen Konditionen, manchmal mit einem Risikozuschlag, in wenigen Fällen mit einem Leistungsausschluss für bestimmte Todesursachen.

Was am Ende herauskommt, hängt von mehreren Faktoren ab: der Art der Erkrankung, ihrem Verlauf, dem aktuellen Behandlungsstand, Ihrem Alter, der gewünschten Versicherungssumme und der Laufzeit. Und – das ist der entscheidende Punkt – von dem Versicherer, bei dem Sie anfragen.

Denn Versicherer bewerten dieselbe Vorerkrankung sehr unterschiedlich. Ein gut eingestellter Bluthochdruck kann beim einen Anbieter zur Normalannahme führen, beim nächsten zu einem Zuschlag von 25 Prozent und beim dritten zur Ablehnung. Diese Unterschiede sind real und erheblich. Wer blind beim erstbesten Anbieter einen Antrag stellt, verschenkt möglicherweise die Möglichkeit, bei einem anderen Anbieter deutlich bessere Konditionen zu bekommen.

Was passiert bei der Gesundheitsprüfung?

Jeder Antrag auf eine Risikolebensversicherung in Deutschland ist mit einer Gesundheitsprüfung verbunden. Das ist kein Verhör und kein Misstrauensvotum – es ist die Grundlage dafür, dass der Versicherer Ihr individuelles Risiko kalkulieren kann. Wer kein Risiko einschätzen kann, kann keinen fairen Preis anbieten.

Die Gesundheitsfragen decken in der Regel die letzten fünf bis zehn Jahre ab. Gefragt wird nach Vorerkrankungen, Krankenhausaufenthalten, aktuellen Medikamenten, chronischen Erkrankungen, riskanten Hobbys und dem Beruf. Manche Versicherer fragen sehr eng, andere weiter zurück. Manche stellen offene Fragen, andere formulieren präzise und eingegrenzt. Diese Unterschiede machen in der Praxis einen enormen Unterschied – denn wer eine Erkrankung hat, die beim einen Anbieter nicht in den Fragekatalog fällt, beim anderen aber ausdrücklich abgefragt wird, hat bei ersterem schlicht keine Offenbarungspflicht für diesen Punkt.

Die eine Regel, die immer gilt: Alle Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben – die sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht. Wer eine Erkrankung verschweigt, riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall – also wenn der Todesfall eingetreten ist – die Zahlung verweigert. Das wäre für die Hinterbliebenen das denkbar schlechteste Ergebnis.

Die drei möglichen Ergebnisse einer Gesundheitsprüfung

Wenn Sie einen Antrag stellen und Vorerkrankungen vorliegen, sind grundsätzlich drei Ausgänge möglich.

Normalannahme: Der Versicherer bewertet Ihre Gesundheitshistorie als nicht risikoerhöhend und nimmt Sie zu Standardkonditionen an. Das passiert häufiger als viele denken – auch bei Menschen mit einer Vorgeschichte. Ausgeheilte Erkrankungen ohne bleibende Schäden, leichte Erkrankungen des Bewegungsapparats, Allergien ohne ernste Komplikationen oder folgenlos verheilte Operationen führen oft zur problemlosen Annahme.

Risikozuschlag: Der Versicherer sieht ein erhöhtes Risiko und verlangt einen Beitragszuschlag. Dieser kann in Prozent des Standardbeitrags angegeben werden oder als Pauschalbetrag. Wie hoch dieser Zuschlag ausfällt, variiert erheblich zwischen den Anbietern – ein Vergleich lohnt sich also doppelt.

Ablehnung: Der Versicherer schätzt das Risiko als zu hoch ein. Das kommt vor bei aktiven schweren Erkrankungen, bestimmten Krebsdiagnosen, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder wenn mehrere Vorerkrankungen kombiniert ein erhöhtes Todesfallrisiko darstellen. Eine Ablehnung bedeutet nicht, dass alle anderen Anbieter genauso entscheiden – aber sie hat Konsequenzen, die viele nicht kennen.

Das Problem mit der Sonderwagniskartei

Das ist der Punkt, der in der Beratungspraxis am wenigsten bekannt ist – und am meisten Schaden anrichten kann.

Versicherer in Deutschland tauschen Informationen über abgelehnte Anträge in einer gemeinsamen Datenbank aus, der sogenannten Sonderwagniskartei. Wer bei einem Anbieter abgelehnt wird, kann damit rechnen, dass andere Anbieter von dieser Ablehnung erfahren. Das erschwert zukünftige Anträge erheblich – auch bei Anbietern, die denselben Fall unter anderen Umständen problemlos angenommen hätten.

Das bedeutet: Wer mit einer Vorerkrankung einfach mehrere Anbieter parallel anfragt und hofft, dass irgendeiner schon zusagen wird, riskiert, sich durch eine erste Ablehnung selbst aus dem Markt zu schießen. Der richtige Weg ist ein anderer.

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Die anonyme Risikovoranfrage: der richtige Weg bei Vorerkrankungen

Die Lösung für Menschen mit gesundheitlicher Vorgeschichte ist die anonyme Risikovoranfrage. Dabei werden Ihre Gesundheitsdaten ohne Ihren Namen und ohne Ihre persönlichen Identifikationsdaten an ausgewählte Versicherer übermittelt – mit der Frage, ob und zu welchen Konditionen eine Annahme möglich wäre.

Da kein formeller Antrag gestellt wird, landet keine Ablehnung in der Sonderwagniskartei. Sie können die Reaktion verschiedener Anbieter auf Ihre konkrete Gesundheitssituation testen, ohne Risiko. Und am Ende entscheiden Sie, bei welchem Anbieter Sie einen echten Antrag stellen – mit dem Wissen, dass dieser Anbieter Ihre Situation kennt und bereit ist, Sie zu versichern.

Genau das ist der Wert einer professionellen Beratung bei der Risikolebensversicherung: Wir kennen die Besonderheiten der verschiedenen Anbieter. Wir wissen, welcher Versicherer bei welchen Erkrankungen kulanter bewertet. Und wir führen die anonyme Voranfrage für Sie durch – bevor irgendetwas Offizielles in Ihrem Namen eingereicht wird.

Unser Risikofragebogen ist der Ausgangspunkt für genau diesen Prozess.

Häufige Vorerkrankungen und wie sie bewertet werden

Zur Orientierung einige grobe Einschätzungen aus der Praxis – keine Garantien, denn jeder Fall wird individuell bewertet:

Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes, die gut eingestellt und kontrolliert sind, führen oft zu einem moderaten Risikozuschlag, nicht zur Ablehnung. Überstandene Krebserkrankungen werden je nach Art, Stadium und zeitlichem Abstand sehr unterschiedlich bewertet – manchmal ist nach mehreren Jahren Remission eine Normalannahme möglich, manchmal nicht. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen sind ein sensibles Feld: Manche Anbieter lehnen grundsätzlich ab, andere differenzieren stark nach Schwere und Behandlungshistorie. Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Bandscheibenvorfälle oder Knieprobleme sind in aller Regel kein Hindernis, solange keine bleibenden schweren Folgen bestehen. Riskante Hobbys wie Motorradfahren, Klettern oder Kampfsportarten können zu Zuschlägen führen – müssen aber nicht. Auch hier unterscheiden sich die Anbieter erheblich.

Was Sie tun können, um Ihre Versicherbarkeit zu verbessern

Wer heute raucht und plant, damit aufzuhören: Geduld lohnt sich. Die meisten Versicherer stufen Sie als Nichtraucher ein, wenn Sie seit mindestens zwölf Monaten nicht mehr rauchen. Der Unterschied beim Beitrag kann erheblich sein.

Wer übergewichtig ist: Auch ein höherer BMI kann zu einem Risikozuschlag führen. Eine Gewichtsreduktion kann sich direkt auf die Versicherungskonditionen auswirken – ein Antrag nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme läuft oft deutlich besser.

Wer eine Vorerkrankung hat, die aktuell nicht optimal behandelt ist: Manchmal lohnt es sich, den Antrag ein paar Monate zu verschieben, bis eine Behandlung abgeschlossen ist und stabile Werte vorliegen. Ein gut eingestellter Befund macht einen anderen Eindruck als ein noch nicht therapierter.

Diese Überlegungen können wir gemeinsam in der Beratung besprechen – auf Basis Ihrer konkreten Situation.

Wer auf keinen Fall verzichten sollte

Menschen mit Vorerkrankungen neigen dazu, das Thema Risikolebensversicherung aufzuschieben oder ganz zu lassen – aus Angst vor Ablehnung, aus Resignation oder einfach weil es unbequem ist. Das ist verständlich. Aber es ist oft die falsche Entscheidung.

Gerade wer eine Familie hat, eine Immobilie finanziert oder einen Partner, der auf das eigene Einkommen angewiesen ist, trägt eine Verantwortung, die durch eine Vorerkrankung nicht kleiner wird – sondern wenn überhaupt größer. Der Weg zur passenden Absicherung ist mit professioneller Unterstützung oft möglich, auch wenn er nicht immer einfach ist.

Mehr zu den Grundlagen der Risikolebensversicherung finden Sie in unserem Überblicksbeitrag: Risikolebensversicherung: Wer sie braucht und was sie kostet

So gehen Sie jetzt vor

Der erste Schritt ist unser Risikofragebogen. Füllen Sie ihn aus – vollständig und ehrlich. Auf dieser Basis können wir Ihre Situation einschätzen, die richtigen Anbieter für Ihre Gesundheitshistorie identifizieren und eine anonyme Voranfrage stellen, bevor irgendetwas Offizielles in Ihrem Namen eingereicht wird.

Das kostet Sie nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Es gibt Ihnen aber Klarheit: Was ist möglich, zu welchen Konditionen – und wie gehen Sie am besten vor.

Jetzt starten – Risikofragebogen ausfüllen und Ihre Situation klären lassen: → Zum Risikofragebogen Risikolebensversicherung

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