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Risikolebensversicherung: Wer sie braucht, was sie kostet – und warum sie die wichtigste Versicherung ist, die die meisten Menschen nicht haben
tellen Sie sich vor, Ihr Partner oder Ihre Partnerin stirbt morgen. Keine morbide Gedankenübung – eine ganz konkrete Frage: Könnten Sie die Miete alleine zahlen? Die Kreditrate für das Haus? Den Alltag mit den Kindern finanzieren, wenn ein Einkommen wegfällt?
Die meisten Menschen antworten auf diese Frage mit einem leichten Unbehagen – und wechseln dann das Thema. Genau das ist das Problem. Denn die Risikolebensversicherung ist eine der wenigen Versicherungen, bei der ein einziger ungenutzter Monat im schlimmsten Fall alles kostet. Und gleichzeitig gehört sie zu den günstigsten und unkompliziertesten Versicherungen überhaupt.
In unserer Beratungspraxis erleben wir es regelmäßig: Kunden, die gut abgesichert sind gegen Haftpflichtschäden und Hausratschäden – aber für den Fall, dass sie selbst sterben, haben ihre Angehörigen schlicht nichts. Kein Polster, keinen Plan, keine Absicherung.
Dieser Beitrag erklärt, was eine Risikolebensversicherung ist, für wen sie wirklich sinnvoll ist, wie hoch die Versicherungssumme sein sollte – und was Sie tun müssen, bevor Sie eine abschließen können.
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Was ist eine Risikolebensversicherung überhaupt?
Die Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallabsicherung. Sie vereinbaren eine Versicherungssumme und eine Laufzeit. Sterben Sie innerhalb dieser Laufzeit, zahlt die Versicherung die vereinbarte Summe an Ihre Hinterbliebenen – einmalig, steuerfrei, sofort verfügbar.
Erleben Sie das Laufzeitende, zahlt die Versicherung nichts aus. Das klingt zunächst frustrierend. Ist es aber nicht – denn genau das macht die Risikolebensversicherung so günstig. Es gibt keinen Sparanteil, keine Kapitalbildung, keine Gebühren für Anlageprodukte. Nur der pure Schutz. Und den bekommen Sie für erstaunlich wenig Geld.
Ein 30-jähriger Nichtraucher ohne Vorerkrankungen kann 300.000 Euro Todesfallschutz über 20 Jahre für einen niedrigen zweistelligen Monatsbeitrag absichern. Für eine junge Familie ist das einer der wirkungsvollsten Schutzbausteine überhaupt.
Für wen ist die Risikolebensversicherung sinnvoll?
Es gibt Lebenskonstellationen, in denen eine Risikolebensversicherung fast unverzichtbar ist. Und es gibt Situationen, in denen sie weniger relevant ist.
Klares Ja: Wer Kinder hat oder bald bekommt, trägt Verantwortung für Menschen, die im Ernstfall auf sich allein gestellt wären. Wer eine Immobilie finanziert, hat mit dem Tod des Hauptverdieners oft ein Problem, das die Bank nicht einfach stundet. Wer mit einem Partner zusammenlebt und von einem Einkommen abhängig ist – ob verheiratet oder nicht. Wer ein Unternehmen führt und Mitgesellschafter oder Mitarbeiter finanziell absichern möchte.
Weniger relevant: Alleinstehende ohne finanzielle Abhängigkeiten, Menschen ohne Schulden und mit ausreichend Vermögen, das Hinterbliebene versorgt.
Die Faustregel: Wenn Ihr Tod morgen für jemanden ein ernstes finanzielles Problem bedeuten würde, brauchen Sie eine Risikolebensversicherung.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Das ist die Frage, die in der Beratung am häufigsten falsch beantwortet wird. Viele Menschen greifen zu einer runden Summe – 100.000 Euro klingt viel. Reicht aber oft nicht.
Als Orientierung gilt: Die Versicherungssumme sollte drei bis fünf Mal Ihr Bruttojahresgehalt betragen. Bei einem Jahresbrutto von 60.000 Euro wären das 180.000 bis 300.000 Euro. Dazu kommen konkrete Verbindlichkeiten: Wer eine Immobilie mit 250.000 Euro Restschuld finanziert, braucht diese Summe mindestens zusätzlich abgesichert – denn die Bank wartet nicht.
Berücksichtigen Sie außerdem das Einkommen Ihres Partners, eine mögliche Witwenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und wie viele Jahre Ihre Kinder noch finanziell abhängig von Ihnen sein werden. Eine seriöse Bedarfsermittlung geht tiefer als eine Faustregel – und genau dafür ist unsere Beratung da.
Wie lange sollte die Laufzeit sein?
Die Laufzeit sollte den Zeitraum abdecken, in dem Ihre Hinterbliebenen finanziell schutzbedürftig sind. Als grobe Orientierung:
Wer kleine Kinder hat, sollte mindestens bis zum Ende der Ausbildungszeit absichern – also oft bis 20 bis 25 Jahre Laufzeit. Wer eine Immobilie finanziert, orientiert sich an der Darlehenslaufzeit. Wer seinen Partner absichern möchte, kann bis zum Rentenalter absichern. In vielen Fällen sind 15 bis 25 Jahre Laufzeit sinnvoll.
Je früher Sie abschließen, desto günstiger – denn der Beitrag richtet sich vor allem nach Ihrem Alter bei Vertragsabschluss, Ihrem Gesundheitszustand und dem Raucherstatus. Wer mit 28 Jahren abschließt, zahlt deutlich weniger als jemand, der mit 42 Jahren auf die Idee kommt.
Was kostet eine Risikolebensversicherung?
Weniger, als die meisten Menschen denken. Für junge, gesunde Nichtraucher sind Jahresbeiträge im niedrigen dreistelligen Bereich für eine solide Absicherung von 300.000 bis 500.000 Euro über 20 Jahre durchaus realistisch. Das ist weniger als viele monatliche Handytarife.
Mit steigendem Alter, bei Vorerkrankungen oder bei risikoreichen Hobbys und Berufen steigen die Beiträge. In manchen Fällen verlangen Versicherer einen Risikozuschlag, in seltenen Fällen lehnen sie einen Antrag ab. Genau deshalb ist es wichtig, die Risikoprüfung sorgfältig vorzubereiten – und das möglichst frühzeitig, bevor eine Vorerkrankung den Spielraum einschränkt.
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Die Gesundheitsfragen: Das unterschätzte Herzstück
Wer eine Risikolebensversicherung beantragen möchte, muss Gesundheitsfragen beantworten. Das ist kein bürokratisches Ärgernis – es ist die Grundlage dafür, dass der Versicherer das Risiko kalkulieren kann.
Diese Fragen decken in der Regel die letzten fünf bis zehn Jahre ab: Vorerkrankungen, Krankenhausaufenthalte, aktuelle Medikamente, chronische Erkrankungen, Beruf, Hobbys. Manche Versicherer fragen enger, andere weiter. Das macht einen erheblichen Unterschied – denn wer an einem Punkt eine Diagnose in der Geschichte hat, der beim einen Anbieter zum Ausschluss führt, kann beim anderen problemlos versichert werden.
Das Wichtigste: Die Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Wer etwas verschweigt, riskiert, dass die Versicherung im Leistungsfall – also wenn der Todesfall eingetreten ist – die Zahlung verweigert. Das wäre das Schlimmste, was Ihren Hinterbliebenen passieren kann.
Wir bei Oeconomia bereiten die Risikoprüfung für unsere Kunden sorgfältig vor. Unser Ziel: den Anbieter finden, der zu Ihrer Gesundheitshistorie passt – nicht den, der zufällig oben im Vergleichsportal steht.
Was ist mit Vorerkrankungen?
Viele Menschen mit einer gesundheitlichen Vorgeschichte gehen davon aus, dass eine Risikolebensversicherung für sie grundsätzlich nicht in Frage kommt. Das stimmt so nicht.
Leichtere Erkrankungen wie behandelter Bluthochdruck, gut eingestellter Diabetes oder eine überstandene Krebserkrankung vor vielen Jahren führen nicht automatisch zur Ablehnung. Häufig ist ein Risikozuschlag möglich – der Schutz besteht, kostet aber mehr. Wie viel mehr und unter welchen Bedingungen hängt stark vom jeweiligen Anbieter und dem konkreten Krankheitsbild ab.
Genau hier macht eine professionelle Beratung den Unterschied. Wir kennen die Besonderheiten der verschiedenen Anbieter und können Ihre Situation anonym voranfragen, bevor ein formeller Antrag gestellt wird. So vermeiden Sie, dass ein abgelehnter Antrag in Ihrer Versicherungshistorie landet – was zukünftige Anträge erschweren kann.
Mehr dazu in unserem eigenen Beitrag zu diesem Thema, der in Kürze folgt. Vorab: Füllen Sie den Risikofragebogen aus – dann können wir Ihre Situation gezielt einschätzen.
Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeit: zwei verschiedene Bausteine
Häufige Verwechslung: Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) werden oft in einem Atemzug genannt – sind aber grundverschieden. Die Risikolebensversicherung zahlt nur bei Tod. Die BU zahlt, wenn Sie durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten können – und Sie noch leben.
Beides ist wichtig, beides schließt das andere nicht aus. In einer vollständigen Vorsorgeplanung haben beide Bausteine ihren Platz. Wer heute nur einen abschließen kann, sollte realistisch einschätzen: Was ist wahrscheinlicher – dass ich sterbe oder dass ich berufsunfähig werde? Statistisch ist die Berufsunfähigkeit deutlich wahrscheinlicher. Und trotzdem ist die Risikolebensversicherung für Menschen mit Familien und Schulden der wichtigere erste Schritt, wenn das Budget begrenzt ist. Mehr zur BU finden Sie auf unserer Seite zu Privatversicherungen und Vorsorge.
So gehen Sie jetzt vor
Eine Risikolebensversicherung abschließen ist einfacher, als die meisten Menschen denken – wenn man es richtig angeht. Der erste Schritt ist unser Risikofragebogen. Er gibt uns die Grundlage, um Ihre Situation einzuschätzen, die richtigen Anbieter zu identifizieren und Sie gezielt zu beraten.
Es gibt keinen Grund, das aufzuschieben. Der einzige Zeitpunkt, zu dem eine Risikolebensversicherung garantiert günstig ist, ist heute. In einem Jahr sind Sie ein Jahr älter – und vielleicht ist auch die Gesundheitshistorie eine andere.
Starten Sie jetzt mit dem Risikofragebogen – der erste Schritt zur passenden Absicherung: → Zum Risikofragebogen Risikolebensversicherung
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Oeconomia GmbH Versicherungsmakler Tel.: 040 – 603 1081 E-Mail: service@oeconomia.de → Risikofragebogen ausfüllen | → Beratungstermin vereinbaren

