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Elementarschadenversicherung: Warum Ihr Haus wahrscheinlich nicht so gut geschützt ist, wie Sie denken
Stellen Sie sich vor: Ein Sommergewitter, wie es sie früher ein-, zweimal im Jahr gab. Heute heißt das oft: 80 Liter Regen in zwei Stunden. Ihr Keller steht unter Wasser, der Heizraum ist zerstört, das Parkett quillt auf. Sie greifen zum Telefon, rufen Ihre Versicherung an – und bekommen zu hören: „Dafür sind Sie leider nicht versichert.“
Genau das passiert jedes Jahr tausenden Hausbesitzern in Deutschland. Nicht weil sie schlechte Verträge haben. Sondern weil die meisten nicht wissen, was ihre Wohngebäudeversicherung nicht abdeckt.
Wir prüfen gern, wie gut Ihr Haus wirklich abgesichert ist – kostenlos und unverbindlich: → Jetzt Beratungstermin vereinbaren
Was deckt Ihre Wohngebäudeversicherung wirklich ab – und was nicht?
Die klassische Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Haus vor vier Risiken: Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Das ist der Standard – und das war es lange auch ausreichend.
Das Problem: Starkregen ist kein Sturm. Eine Überschwemmung durch einen Fluss ist kein Leitungswasser. Ein Erdrutsch nach tagelangem Regen ist kein Feuer. Und Schneedruck, der Ihr Dach eindrückt, fällt ebenfalls nicht unter die Standardpolice.
Für all das brauchen Sie die Elementarschadenversicherung – einen Zusatzbaustein, den viele Versicherer zur Wohngebäudeversicherung anbieten, der aber aktiv dazugebucht werden muss.
Folgende Ereignisse sind typischerweise über die Elementarschadenversicherung abgedeckt:
- Überschwemmung durch Starkregen oder Gewässer
- Rückstau (Wasser, das durch die Kanalisation ins Haus drückt)
- Erdrutsch und Erdsenkungen
- Erdbeben
- Schneedruck und Lawinen
- Vulkanausbruch (in Deutschland selten, aber versicherbar)
Warum das Thema heute dringlicher ist als je zuvor
In unserer Beratungspraxis erleben wir seit einigen Jahren eine klare Veränderung: Kunden, die früher nie über Elementarschäden nachgedacht haben, melden sich heute – oft leider erst nach einem Schaden.
Das Flutjahr 2021 im Ahrtal hat gezeigt, was Naturgewalten anrichten können. Aber auch ohne spektakuläre Katastrophen häufen sich die Ereignisse: Starkregen in Hamburg im Sommer 2023, Überschwemmungen in Bayern und Baden-Württemberg 2024, vollgelaufene Keller quer durch die Republik.
Der entscheidende Punkt, den viele unterschätzen: Starkregen trifft nicht nur Häuser in Flussnähe. Ein abfallendes Grundstück, eine ungünstige Bodenbeschaffenheit, ein verstopftes Entwässerungssystem – das reicht, um aus einem normalen Gewitter eine existenzielle Schadenssituation zu machen.
Wer in einem vermeintlich „sicheren“ Gebiet wohnt, ist nicht automatisch vor Elementarschäden geschützt.
Wie viel kostet der Zusatzschutz – und wer bekommt ihn?
Das hängt stark vom Standort Ihres Gebäudes ab. Versicherer orientieren sich an den sogenannten ZÜRS-Zonen (Zonierungssystem für Überschwemmungsrisiko, Rückstau und Starkregen). Deutschland ist in vier Gefährdungsklassen eingeteilt – von Zone 1 (sehr geringes Risiko) bis Zone 4 (stark gefährdet).
Die gute Nachricht: Rund 99 % aller Gebäude in Deutschland liegen in Zone 1 oder 2 – und sind damit problemlos versicherbar, oft zu überschaubaren Zusatzkosten.
Die schlechte Nachricht: Wer in Zone 3 oder 4 liegt – also nachweislich hochwassergefährdet –, kann auf Schwierigkeiten stoßen. Manche Versicherer bieten dort nur eingeschränkten Schutz, andere lehnen ab.
Aufgrund unserer Erfahrung als unabhängiger Versicherungsmakler wissen wir aber: Selbst für Häuser in exponierten Lagen gibt es oft Lösungen – wenn man die richtigen Versicherer kennt und die Anfrage richtig stellt. Genau das ist unsere Aufgabe.
Was tun, wenn der Schaden bereits passiert ist?
Ein Elementarschaden ist emotional und logistisch eine Ausnahmesituation. Trotzdem sind die ersten Stunden entscheidend für eine reibungslose Regulierung.
Unsere Empfehlungen für den Schadenfall:
Dokumentieren Sie sofort – noch bevor Sie mit dem Aufräumen beginnen. Fotografieren Sie alles mit dem Smartphone, Datum und Uhrzeit werden automatisch gespeichert. Halten Sie fest: welche Bereiche des Hauses betroffen sind, wie der Schaden entstanden ist und wie hoch der sichtbare Schaden geschätzt werden kann.
Sichern Sie externe Belege: Wetterwarnungen des DWD, Medienberichte über lokale Überflutungen, Berichte von Nachbarn. Diese Nachweise helfen, den Schadenhergang gegenüber der Versicherung nachvollziehbar zu machen.
Melden Sie den Schaden umgehend bei Ihrer Versicherung – Fristen beachten. Als Ihr Makler übernehmen wir bei Bedarf die komplette Schadensmeldung und Kommunikation mit dem Versicherer.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Kunde aus dem Hamburger Umland – Einfamilienhaus, Baujahr 1998, leicht abfallendes Grundstück. Wohngebäudeversicherung seit Jahren ohne Änderungen. Beim jährlichen Beratungsgespräch bei uns stellte sich heraus: keine Elementarschadenversicherung.
Drei Wochen später: Starkregen, 60 Liter in 90 Minuten, Keller vollständig geflutet. Schaden: rund 28.000 Euro.
Er hatte die Elementarschadenversicherung noch rechtzeitig abgeschlossen – die Wartezeit war abgelaufen, der Schaden war gedeckt. Ohne das Beratungsgespräch hätte er diesen Betrag selbst tragen müssen.
Kein Einzelfall. In unserer Beratungspraxis sehen wir das regelmäßig.
Elementarversicherung und Hausrat – denken Sie auch daran
Wenn Ihr Keller überläuft, ist nicht nur das Gebäude betroffen. Heizungsanlage, Waschmaschine, Trockner, gelagerte Möbel, Elektronik – all das fällt unter die Hausratversicherung. Auch dort sollten Sie prüfen, ob Elementarschäden mitversichert sind.
Und wer ein Gebäude besitzt und vermietet, sollte zusätzlich an eine Wohngebäudeversicherung mit Vermieter-Baustein denken – Mietausfall bei unbewohnbarem Haus ist ein eigenes Risiko, das oft übersehen wird.
Fazit: Prüfen, bevor es zu spät ist
Die Elementarschadenversicherung ist kein Nice-to-have mehr. Sie ist für Hausbesitzer in Deutschland zur realen Notwendigkeit geworden – unabhängig davon, ob Sie in der Nähe eines Flusses wohnen oder nicht.
Die entscheidende Frage ist nicht ob ein Extremwetterereignis kommen kann. Die Frage ist: Sind Sie vorbereitet, wenn es kommt?
Als unabhängiger Versicherungsmakler prüfen wir Ihre bestehende Wohngebäudeversicherung, ermitteln Ihre ZÜRS-Einstufung und finden den passenden Elementarschutz – aus dem gesamten Markt, nicht aus einem einzigen Angebot.
Oeconomia GmbH Versicherungsmakler Tel.: 040 – 603 1081 E-Mail: service@oeconomia.de → Jetzt kostenlosen Beratungstermin vereinbaren

