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Betriebliche Altersvorsorge beim Jobstart: So lässt du keine 200 Euro pro Monat liegen

Du hast deinen ersten richtigen Job angetreten. Das Gehalt landet auf dem Konto, endlich. Und jetzt soll da jemand vom „Rentner-Thema bAV“ anfangen?

Ja. Genau jetzt. Denn was die meisten Berufseinsteiger nicht wissen: Die betriebliche Altersvorsorge ist keine trockene Altersvorsorge – sie ist der einzige Sparweg, bei dem dein Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist, dir Geld obendrauf zu legen. Wer das ignoriert, lässt reales Geld auf dem Tisch liegen. Monat für Monat.

In unserer Beratungspraxis erleben wir es regelmäßig: Junge Leute, die drei oder fünf Jahre nach dem Berufseinstieg zur bAV greifen wollen – und dann feststellen, was der frühere Start gekostet hat. Nicht dramatisch. Aber spürbar.

Du willst wissen, was bei deinem Arbeitgeber möglich ist? Vereinbare jetzt einen kostenlosen Beratungstermin – wir schauen uns das gemeinsam an.

Wie funktioniert die bAV eigentlich?

Das Prinzip heißt Entgeltumwandlung – und es ist einfacher als der Name suggeriert. Ein Teil deines Bruttogehalts fließt direkt in deinen Altersvorsorgevertrag, noch bevor Steuern und Sozialversicherung abgehen.

Was das in der Praxis bedeutet: Wenn du 100 Euro in deine bAV steckst, schrumpft dein Nettogehalt oft nur um ca. 50 Euro. Die andere Hälfte kommt de facto vom Staat – durch Steuer- und Abgabenersparnis.

Du zahlst 50, es landen 100. Das findet sich nirgendwo sonst.

Der Pflicht-Zuschuss: Was dein Arbeitgeber dir geben muss

Seit 2022 gilt: Wer Entgeltumwandlung macht, bekommt vom Arbeitgeber mindestens 15 % Zuschuss – gesetzlich vorgeschrieben. Viele zahlen freiwillig mehr, weil sie gute Mitarbeiter halten wollen.

In bestimmten Branchen ist das besonders attraktiv:

Chemie-Industrie: Tariflich geregelte Zuschüsse, teils über 600 Euro jährlich – plus Boni auf jeden selbst eingezahlten Euro.

Metall- & Elektroindustrie: Feste „altersvorsorgewirksame Leistungen“ (AVWL), die direkt in den Vertrag fließen, unabhängig davon, ob du selbst einzahlst oder nicht.

Wenn du in Hamburg in einem dieser Sektoren startest – nicht fragen, ob dein Arbeitgeber mitmacht. Einfach nachfragen, was er bietet. Und dann prüfen lassen, ob das Angebot auch wirklich gut ist.

Ein konkretes Beispiel aus unserer Beratungspraxis

Eine junge Ingenieurin kam zu uns, kurz nach ihrem Berufseinstieg in einem Hamburger Industrieunternehmen. Ihr Arbeitgeber bot ein Modell an, bei dem er ihre eigene Einzahlung Eins-zu-Eins verdoppelte.

Wir haben zusammen ausgerechnet: Sie verzichtete netto auf knapp 80 Euro – und in ihrem Vertrag landeten jeden Monat über 200 Euro. Auf ein Jahr gerechnet über 2.400 Euro Altersvorsorge, von denen sie selbst unter 1.000 Euro netto „gespürt“ hat.

Was wir dabei noch gemacht haben: Das Angebot des Arbeitgebers mit Alternativen am freien Markt verglichen. Denn nicht jede bAV ist automatisch günstig. Kosten und Anlageform machen langfristig einen erheblichen Unterschied.

Was passiert, wenn du den Job wechselst?

Häufigste Frage in der Beratung: „Und wenn ich in drei Jahren weitergehe?“

Gute Nachricht: Das angesparte Kapital aus deiner Entgeltumwandlung gehört ab dem ersten Tag dir – es ist sofort unverfallbar. Du kannst es zum neuen Arbeitgeber mitnehmen oder den Vertrag privat weiterführen. Die bAV zieht mit dir um, nicht umgekehrt.

Worauf du wirklich achten solltest

Als unabhängige Makler schauen wir uns das Angebot deines Arbeitgebers kritisch an. Nicht jede bAV ist ein gutes Angebot – auch wenn sie gut klingt. Wir prüfen für unsere Kunden drei Punkte:

Die Kosten. Wie viel deines Geldes landet tatsächlich im Spartopf? Hohe Abschlusskosten können die ersten Jahre nahezu auffressen.

Die Anlageform. Wer 30 oder 40 Jahre Zeit hat, sollte fondsgebunden anlegen – mit Aktienmarkt-Beteiligung. Klassische Garantieprodukte klingen sicher, liefern aber bei langer Laufzeit oft enttäuschende Ergebnisse.

Die Flexibilität. Kannst du bei Elternzeit, Sabbatical oder einer Auszeit die Beiträge pausieren? Das ist wichtiger als die meisten denken.

Der Zinseszins-Effekt: Warum der Start-Zeitpunkt entscheidend ist

Wer mit 25 anfängt statt mit 35, muss monatlich deutlich weniger aufwenden, um am Ende dieselbe Rente zu bekommen. Das ist keine Floskel – das ist Mathematik. Zehn Jahre früher starten kann bei gleichem Sparbetrag mehrere zehntausend Euro Unterschied bedeuten.

Die bAV ist kein Rentner-Thema. Sie ist ein Investment in dein zukünftiges Ich – und zwar eines, bei dem andere mitbezahlen.

Willst du wissen, was bei dir konkret möglich ist? Wir schauen uns das Angebot deines Arbeitgebers an und prüfen, ob du das Maximum rausholst – oder ob es bessere Alternativen gibt.

Übrigens: Wer frühzeitig über Vorsorge nachdenkt, sollte auch einen Blick auf die Berufsunfähigkeitsversicherung werfen – denn die bAV sichert nur das Alter ab, nicht den Weg dorthin. Und auf unserer Seite zu Vorsorge & Kapital findest du weitere Möglichkeiten, wie Riester oder fondsgebundene Rente, die zur bAV passen können.

Oeconomia GmbH Versicherungsmakler Tel.: 040 – 603 1081 E-Mail: service@oeconomia.de → Jetzt kostenlosen Beratungstermin vereinbaren