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Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Warum Vermieter sie brauchen
Was passiert, wenn Sie als Vermieter für einen Schaden zahlen müssen?
Stellen Sie sich vor: Ein Sturm fegt über Hamburg. Ein Dachziegel löst sich, fällt auf die Photovoltaikanlage Ihres Nachbarn – Totalschaden. Oder ein Paketbote rutscht auf Ihrer vereisten Eingangstreppe aus und bricht sich das Handgelenk. Oder ein verstopfter Regenabfluss lässt das Dachgeschoss Ihres Mieterhauses volllaufen – Möbel, Parkett, Elektronik: hin.
Wer trägt dann die Kosten?
Sie. Als Eigentümer. Denn die sogenannte Verkehrssicherungspflicht macht Sie verantwortlich für den Zustand Ihrer Immobilie – gegenüber Mietern, Nachbarn, Besuchern und Passanten.
Und das kann teuer werden. Sehr teuer.
Gut zu wissen: Eine erste Einschätzung zu Ihrer aktuellen Absicherung erhalten Sie in unserem kostenlosen Beratungsgespräch.
Reicht die private Haftpflichtversicherung nicht aus?
Eine berechtigte Frage – und die Antwort überrascht viele unserer Kunden.
Die klassische Privathaftpflicht greift bei Schäden als Gebäudeeigentümer nur unter einer ganz bestimmten Bedingung: Das Haus darf maximal zwei Wohnungen haben, und Sie selbst müssen eine davon bewohnen.
Sobald Sie ausschließlich vermieten – oder mehr als zwei Einheiten besitzen – endet der Schutz der Privathaftpflicht. Genau hier beginnt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.
Was die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht abdeckt
Diese Versicherung ist speziell auf die Risiken zugeschnitten, die mit vermieteten Immobilien einhergehen. Sie springt ein, wenn Dritte durch Mängel an der Mietimmobilie oder durch Gefahrenquellen auf dem Grundstück zu Schaden kommen.
Typische Szenarien aus der Beratungspraxis:
- Ein Sturm reißt einen Dachziegel los – der Nachbar meldet Schäden an Fahrzeug und Terrassendach.
- Ein Mieter stürzt auf der nicht geräumten Außentreppe – und fordert Schmerzensgeld.
- Putzstücke fallen von einer sanierungsbedürftigen Fassade auf einen geparkten PKW.
- Feuchtigkeit in der Außenwand zieht sich über Monate in die Innenräume – der Mieter macht Mängelrechte geltend.
In all diesen Fällen prüft die Versicherung, ob die Forderung berechtigt ist – und zahlt, wenn sie es ist. Ist eine Forderung überzogen oder unbegründet, wehrt sie die Ansprüche ab – notfalls vor Gericht. Das ist oft genauso wertvoll wie die Zahlung selbst.
Worauf Sie beim Abschluss achten sollten
Nicht jede Police ist gleich. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung empfehlen wir Vermieterinnen und Vermietern folgende Mindestanforderungen:
Versicherungssumme: Mindestens 5 Millionen Euro – Personenschäden können leicht sechsstellige Beträge erreichen, insbesondere wenn Dauerschäden entstehen.
Mitversichert sein sollten:
- Kleinere Reparatur- und Sanierungsarbeiten am Objekt (Bagatellschutz)
- Schäden durch Witterungseinflüsse und deren Spätfolgen
- Rohrverstopfungen und Ablaufprobleme auf dem Grundstück
Tipp zur Kostenerstattung: In vielen Mietverträgen lässt sich die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht als Nebenkosten ausweisen und anteilig auf die Mieter umlegen – die Absicherung bleibt trotzdem vollständig in Ihrer Hand.
Und wenn Sie mehrere Objekte besitzen?
Dann wird es noch wichtiger – und komplexer. Mehrere Immobilien bedeuten mehrere Risikoquellen. In der Beratungspraxis erleben wir häufig, dass Vermieter mit mehreren Einheiten entweder gar nicht oder mit veralteten Einzelpolicen versichert sind, die nicht mehr zum tatsächlichen Bestand passen.
Wir prüfen für Sie, welche Lösung wirtschaftlich sinnvoll ist – ob gebündelt oder separat – und vergleichen die Angebote aus unserem Netzwerk aus Versicherungspools und Maklergenossenschaften für Sie.
Übrigens: Wer eine Immobilie auch gewerblich vermietet, sollte zusätzlich prüfen, ob eine Gewerbeversicherung relevant ist – zum Beispiel, wenn Praxen, Büros oder Läden zu den Mietparteien gehören.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht ist keine Kür – sie ist Pflicht für jeden Vermieter, der mehr als eine Einheit besitzt oder selbst nicht im Gebäude wohnt. Die private Haftpflicht schließt diese Lücke nicht.
Schäden passieren schneller als gedacht. Und Forderungen können existenzbedrohend werden, wenn keine passende Absicherung dahintersteht.
Jetzt Ihren Versicherungsschutz prüfen lassen
Sie vermieten eine oder mehrere Immobilien und sind sich nicht sicher, ob Ihr Schutz ausreicht? Oder Sie möchten wissen, ob sich Ihre bestehende Police noch lohnt?
Wir schauen es uns gemeinsam an – kostenlos und unverbindlich.
👉 Beratungstermin vereinbaren 📞 040 – 603 1081 ✉️ service@oeconomia.de

