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Risikolebensversicherung: Wann ein Vergleich lohnt – und worauf Sie beim Wechsel unbedingt achten müssen

Die Risikolebensversicherung schützt das Wichtigste: das Einkommen Ihrer Familie, wenn Sie nicht mehr da sind. Wer heute eine Familie hat, ein Haus finanziert oder einen Partner absichern möchte, kommt an diesem Schutz kaum vorbei. Doch nicht jede Police ist gleich gut – und viele Menschen zahlen für einen Schutz, der nicht mehr zu ihrer aktuellen Situation passt.

Ob es sich lohnt, einen bestehenden Vertrag zu prüfen, zu ergänzen oder zu wechseln: Das hängt von mehreren Faktoren ab, die wir in diesem Beitrag erklären.

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Warum sind die Preisunterschiede bei der Risikolebensversicherung so groß?

Vergleiche zeigen regelmäßig erhebliche Preisunterschiede zwischen Anbietern – bei identischer Versicherungssumme und Laufzeit können die Jahresprämien um 50 Prozent und mehr auseinandergehen. Das liegt daran, dass Risikolebensversicherer ihre Tarife auf Basis eigener Schadensstatistiken, Rückversicherungskonditionen und Risikomodelle kalkulieren. Wer welche Altersgruppe wie bewertet, variiert erheblich.

Was den Beitrag im Einzelfall beeinflusst: das Alter bei Vertragsabschluss, die gewählte Laufzeit, die Versicherungssumme, der Gesundheitszustand, der Beruf und – ein häufig unterschätzter Faktor – ob jemand raucht oder nicht. Nichtraucher zahlen in der Regel deutlich weniger. Wer einen Vertrag als Raucher abgeschlossen hat und seitdem aufgehört hat zu rauchen, kann nach einer Rauchfreizeit von typischerweise zwölf Monaten beim Versicherer eine Neueinstufung beantragen.

Eine ausführliche Erklärung der Beitragsstruktur, typischer Versicherungssummen und Laufzeiten finden Sie in unserem Hauptbeitrag: Risikolebensversicherung: Wer sie braucht, was sie kostet – und warum sie die wichtigste Versicherung ist, die die meisten Menschen nicht haben

Was bedeuten „Brutto-“ und „Netto-Beitrag“ beim Vergleich?

Das ist ein Punkt, der beim Vergleich von Risikolebensversicherungen häufig übersehen wird – mit teils erheblichen Folgen für die langfristige Kostenplanung.

Bei vielen Tarifen gibt es einen Bruttobeitrag (den vertraglich garantierten Höchstbeitrag) und einen Nettobeitrag (den tatsächlich eingeforderten Zahlbetrag). Versicherer können den Nettobeitrag unter bestimmten Bedingungen auf den Bruttobeitrag anheben. Wer nur Nettobeträge vergleicht, vergleicht möglicherweise Äpfel mit Birnen.

Was das konkret bedeutet und wie Sie das beim Tarifvergleich richtig interpretieren, erklären wir ausführlich hier: Brutto, Netto, gleichbleibend: Was diese Begriffe bei der Risikolebensversicherung wirklich bedeuten

Wann lohnt sich ein Wechsel – und wann ist Vorsicht geboten?

Das ist die wichtigste Frage, die viele Vergleichsrechner nicht beantworten. Denn ein Wechsel der Risikolebensversicherung ist nicht so unkompliziert wie ein Wechsel der Kfz-Versicherung.

Der entscheidende Punkt: Bei einem Neuvertrag – egal ob beim gleichen oder einem anderen Anbieter – wird eine neue Gesundheitsprüfung durchgeführt. Wer seit dem ursprünglichen Vertragsabschluss eine relevante Diagnose erhalten hat, riskiert beim Wechsel einen Beitragsaufschlag, einen Ausschluss – oder im ungünstigsten Fall die Ablehnung.

Was das bedeutet: Den bestehenden Vertrag vorschnell zu kündigen, bevor der neue genehmigt ist, ist ein gravierender Fehler. Die goldene Regel lautet: Neuen Vertrag erst genehmigen lassen, dann den alten kündigen.

Ein Wechsel lohnt sich vor allem dann, wenn der aktuelle Vertrag deutlich teurer ist als aktuelle Marktangebote – und wenn der Gesundheitszustand seit dem Erstabschluss unverändert gut ist. Wer hingegen zwischenzeitlich eine Erkrankung hatte, sollte sorgfältig abwägen. In diesem Fall kann eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll sein, um das Annahmeverhalten verschiedener Versicherer zu testen, bevor man sich endgültig festlegt.

Wie das mit Vorerkrankungen funktioniert und warum die anonyme Voranfrage so wertvoll ist: Risikolebensversicherung trotz Vorerkrankung: Was geht, was nicht – und warum die anonyme Voranfrage so wichtig ist

Was sollten Sie beim bestehenden Vertrag prüfen?

Auch ohne Wechsel lohnt eine regelmäßige Überprüfung der bestehenden Police. Folgende Fragen sind dabei relevant:

Stimmt die Versicherungssumme noch mit Ihrer aktuellen Lebenssituation überein? Wer nach dem Vertragsabschluss ein Kind bekommen, ein Haus gekauft oder das Einkommen erhöht hat, ist möglicherweise unterversichert. Passt die Laufzeit noch? Wer einen Kredit hat, dessen Tilgung noch 20 Jahre läuft, braucht auch Schutz für diese 20 Jahre. Haben Sie in der Zwischenzeit geheiratet oder einen Partner, der in die Absicherung einbezogen werden sollte?

Für Paare gibt es besondere Überlegungen zur Vertragsstruktur. Der sogenannte Über-Kreuz-Vertrag ist in den meisten Fällen steuerlich und strukturell günstiger als eine gemeinsame Police auf verbundene Leben: Risikolebensversicherung für Paare: Der Über-Kreuz-Vertrag – und warum er so clever ist

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht – zu individuell sind die Lebensumstände. Als grobe Orientierung gilt: Die Versicherungssumme sollte ausreichen, um die laufenden Kosten der Hinterbliebenen für mehrere Jahre zu decken und gleichzeitig bestehende Darlehen abzulösen.

Für Familien mit minderjährigen Kindern empfehlen Fachleute oft das Drei- bis Fünffache des Jahresbruttoeinkommens als Richtwert. Wer zudem eine Immobilie finanziert, sollte die Restschuld zusätzlich berücksichtigen.

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