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Tierbiss und Folgeschäden: Die unterschätzte Gefahr für Ihren Firmenwagen

Ein Marder nagt an einem Kühlwasserschlauch. Klingt harmlos – ist es aber nicht. Denn das eigentliche Problem ist nicht der kaputte Schlauch selbst. Es ist der Motorschaden, der entsteht, wenn der Fahrer am nächsten Morgen losfährt, nichts merkt und der Motor nach wenigen Kilometern überhitzt. Was dann folgt, kann die Kasko-Abrechnung auf mehrere Tausend Euro treiben. Und nicht jede Police deckt das.

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Marderbiss: Was ist eigentlich gedeckt?

Marderbiss ist in der Regel als Tierbiss in der Teilkasko versichert. Das klingt zunächst beruhigend. Doch der Teufel steckt im Detail: Viele Policen ersetzen nur den unmittelbaren Schaden durch den Biss – also den beschädigten Schlauch, das durchgebissene Kabel. Was aber, wenn durch den Schaden am Schlauch Motoröl oder Kühlmittel ausläuft, der Fahrer es nicht bemerkt und der Motor in der Folge überhitzt oder einfriert?

Diese sogenannten Folgeschäden – also Schäden, die kausal durch den Tierbiss ausgelöst werden, aber erst später auftreten – sind in vielen Standardtarifen nicht oder nur begrenzt enthalten. Das Prinzip ähnelt dem der BBB-Schäden (Brems-, Betriebs- und Bruchschäden) — auch dort entscheidet die genaue Klausel darüber, ob Folgeschäden mitversichert sind.

Praxisbeispiel: 350 Euro Schlauch, 6.800 Euro Motor

Ein Handwerker parkt seinen Lieferwagen über Nacht auf einem Waldparkplatz. Am nächsten Morgen startet er, fährt zur ersten Baustelle – und sein Motor gibt nach 15 Kilometern auf. Der Schlauch war vom Marder beschädigt, das Kühlwasser lief aus, die Überhitzung hat den Motor zerstört. Der Tierbiss selbst hätte 350 Euro Reparatur bedeutet. Der Motorschaden kostet 6.800 Euro. Die alte Police ersetzte nur den Schlauch. Mit einer hochwertigen Folgeschaden-Klausel wäre auch der Motor gedeckt gewesen.

Worauf bei der Deckungssumme für Folgeschäden zu achten ist

In unserer Beratungspraxis empfehlen wir, gezielt auf die Deckungssumme für Tierbiss-Folgeschäden zu achten. Günstige Tarife begrenzen diese oft auf 3.000 bis 5.000 Euro. Lohnenswert ist gleichzeitig die Prüfung auf den Verzicht auf Neu-für-Alt — Motorschäden durch Marderbisse zählen zu den Schadentypen, bei denen dieser Abzug besonders teuer wird. Bei Nutzfahrzeugen, Transportern und LKW ist das häufig nicht ausreichend – Motorschäden können deutlich teurer werden. Ein guter Tarif sollte Folgeschäden durch Tierbiss ohne Deckungsgrenze oder mit einer deutlich höheren Obergrenze absichern.

Lieferwagen und Nutzfahrzeuge: Besonders gefährdet

Wer seinen Transporter häufig im Freien parkt – auf Baustellen, in Industriegebieten, auf Waldparkplätzen oder in der Peripherie – erhöht das Marderschadenrisiko erheblich. Marder folgen bekannten Revieren und kehren gerne zurück. Eine einmal vorhandene Duftspur am Fahrzeug erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Besuche deutlich. Für Lieferwagen-Betreiber ist das kein theoretisches Risiko – es ist Alltag.

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