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Was besagt die 120%-Solarregel? Einfach erklärt für Anlagenbesitzer

Wer sich mit dem Kauf einer Photovoltaikanlage beschäftigt, trifft früher oder später auf Begriffe wie „120-Prozent-Regel“ oder „Überbauung“. Das klingt kompliziert – ist es aber nicht. Und wenn Sie verstehen, was dahinter steckt, können Sie Ihre Anlage deutlich besser planen und absichern.

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Was ist die 120%-Solarregel?

Die 120-Prozent-Regel beschreibt in der Fachsprache die sogenannte Überbauung: Sie können mehr Solarmodule auf dem Dach installieren, als Ihr Wechselrichter maximal verarbeiten kann – nämlich bis zu 120 Prozent dessen, was der Wechselrichter als Nennleistung hat.

Konkretes Beispiel: Sie haben einen Wechselrichter mit 10 kW Ausgangsleistung. Sie dürfen daran Solarmodule mit einer Gesamtleistung von bis zu 12 kWp anschließen – das sind 120 Prozent.

Warum macht das Sinn?

Solarmodule liefern nur an wenigen Stunden im Jahr ihre volle Nennleistung – nämlich bei direkter Sonneneinstrahlung und optimaler Ausrichtung. Den Rest der Zeit, also morgens, abends und bei Bewölkung, arbeiten sie weit unterhalb ihrer Kapazität.

Ein leicht überdimensioniertes Modulfeld bedeutet: Der Wechselrichter arbeitet über den Tag verteilt länger auf einem höheren Leistungsniveau. Das erhöht den Gesamtertrag der Anlage, ohne dass Sie einen teureren Wechselrichter kaufen müssen.

Was sind die Grenzen der Überbauung?

Mehr als 150 Prozent Überbauung wird in der Regel nicht empfohlen, da dann zu viel Energie durch das Drosseln des Wechselrichters verloren geht. Die 120-Prozent-Marke hat sich in der Praxis als guter Kompromiss etabliert.

Außerdem wichtig: Ihre Versicherung sollte auf Basis der tatsächlichen Anlagenkosten abgeschlossen werden – also inklusive aller Module, auch wenn der Wechselrichter kleiner ist. Unterversicherung ist ein häufiges Problem bei PV-Anlagen.

Was hat das mit Versicherung zu tun?

Die Versicherungssumme einer Photovoltaikversicherung orientiert sich am Kontraktpreis – also dem tatsächlichen Kaufpreis aller Anlagenkomponenten inklusive Montage. Wenn Sie 12 kWp Module haben, aber nur 10 kW Wechselrichterleistung, zählt trotzdem der volle Kaufpreis aller Teile.

Wer hier zu niedrig versichert, riskiert im Schadensfall eine Unterversicherung – die Versicherung zahlt dann nur anteilig. Wie Sie das vermeiden, erklären wir hier: Ist es sinnvoll, eine Photovoltaikanlage zu versichern? Den vollständigen Versicherungsüberblick: Welche Versicherung braucht man für eine PV-Anlage?

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